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DONNERSTAG 28.11.

aus DER SPIEGEL 48/1996

23.15 - 1.00 Uhr Arte

Licht im Dunkel

Arthur Penn verfilmte 1961 die Kindheitsgeschichte der blinden und taubstummen Autorin Helen Keller (Patty Duke), die mit ihrer geduldigen wie zähen Lehrerin (Anne Bancroft) die Sinnlichkeit der Sprache entdeckt. Ein anrührendes Kinostück.

0.25 - 2.15 Uhr Vox

Schonzeit für Füchse

»Nirgends ist der Film veralteter als in seiner pessimistischen Prognose. Ganz authentisch aber ist er in der Beschreibung von Stimmungen und Gefühlslagen geblieben, in dem Kontrast von blinder Selbstzufriedenheit und vergrübeltem Unbehagen«, urteilte die FAZ über Peter Schamonis Werk von 1966. Ein Journalist (Helmut Förnbacher) und dessen Freund Viktor (Christian Doermer) zwischen Flucht vor kleinbürgerlichem Mief und empfindsamem Trotz. Aus dem Vormärz der 68er Revolte.

0.50 - 2.10 Uhr ARD

Persona

Ein Kammerkino für zwei Damen ist Ingmar Bergmans 27. Film (1966). Nach Auskunft des nordischen Kinomagiers beschreibt er »die Zweigesichtigkeit des Menschen« und die Schwierigkeiten bei der »Erfüllung seiner Rolle auf der Bühne seines Lebens«. Die offenbar sehr berühmte Schauspielerin Elisabeth (Liv Ullmann) verliert, als sie Elektra spielt, plötzlich die Sprache. Psychisch paralysiert legt sie sich in ein Sanatorium, und zur weiteren Behandlung reist sie mit der Krankenschwester Alma (Bibi Andersson) in einen Bungalow am Meer. Das Schweigen der Diva bringt Alma zum Reden, besonders über Sex. Es beginnt ein geheimnisvoller Identitätstausch, die Gesichter der Frauen mengen sich zu einem neuen Antlitz, und als der blinde Mann der Diva ankommt, gibt sich ihm Alma statt die stumme Gattin hin.

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