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DONNERSTAG

20.15 - 20.59 Uhr. ARD. Die unheimlichen Anmacher
aus DER SPIEGEL 42/1992

»Sexuelle Belästigung gehört zum Berufsalltag vieler Frauen in vielen Betrieben«, weiß aus Erfahrung Anette Haneld, heute Leiterin des Frauen-Arbeitskreises im Betriebsrat der Thyssen Stahl in Duisburg. Ein Jahr nach dem spektakulären Auftritt von Anita Hill, die ihren Vorgesetzten Clarence Thomas vor einem Senatsausschuß und laufenden Kameras beschuldigte, sie sexuell belästigt zu haben, versucht Corinna Spies herauszufinden, welche Wirkung die damals angefachte Diskussion in der Bundesrepublik hat.

21.15 - 23.15 Uhr. Eins Plus.

In einem Jahr mit 13 Monden

Erwin (Volker Spengler) hat sich aus Liebe zu dem Baulöwen Saitz (Gottfried John) operieren lassen und ist jetzt Elvira. Begleitet von der roten Zora (Ingrid Caven) stolpert sie nun durch Frankfurt, erwartungsgemäß vergebens auf der Suche nach Wärme und Zuneigung. Die Süddeutsche Zeitung fragte 1978 sich selbst: »Was soll da die Analyse? Betroffenheit ergibt sich aus dem Hinschauen, dem Hinhören, dem Mitleiden.«

21.55 - 22.40 Uhr. Nord III.

Zoff nach Neun

»Warum sind Talk-Shows so populär?« fragt Tilman Jens, selbst Fachmann für hochkulturelle Geschwätzigkeit. Die Frage ist freilich falsch gestellt. Sie müßte lauten: Warum gibt es so viele Talk-Shows? Darauf ist die Antwort relativ einfach: Sie sind billig.

22.15 - 23.00 Uhr. Sat 1.

SPIEGEL TV Reportage

15 Jahre danach rekonstruiert SPIEGEL TV die Hintergründe der Entführung und Ermordung Hanns Martin Schleyers. RAF-Aussteiger Peter-Jürgen Boock, einer der Entführer, bricht sein Schweigen.

22.50 - 0.15 Uhr. Bayern III.

Wohnsitz: Heimatlos

Den exzentrischen Homosexuellen gilt nicht nur die Zuneigung der Medien, sondern auch die Verachtung der »normalen« Homosexuellen. Wozu heute schon wieder Mut gehört, schaffte Quentin Crisp in den wilden sechziger Jahren: Mit der Veröffentlichung seiner Biographie »The Naked Civil Servant« hatte er sein öffentliches Coming-out. Als das Buch mit John Hurt verfilmt wurde ("Wie man sein Leben lebt"), stieg Crisp zum Star auf und ließ sich in New York nieder. In fünfjähriger Arbeit drehte der junge Amerikaner Jonathan Nossiter seine Dokumentation über den heute 84jährigen.

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