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Briefe

DORFMUSIK
aus DER SPIEGEL 8/1961

DORFMUSIK

Mit Ihrem »Grüne Front«-Artikel haben Sie eine unverantwortliche Attacke gegen die bäuerlichen Lebensinteressen geritten. Sie scheinen nicht einzusehen, daß der deutsche Bauernstand endlich einmal aus seinem Schattendasein heraustreten muß. In den fetten Jahren hat man wohl vergessen, daß die Lebensmittel nicht aus den Konservenfabriken, sondern vom Bauernhof stammen.

Oldenburg JENS ROWER

Woher nehmen eigentlich Bauer, Rehwinkel und seine Genossen das Recht, ihren Lebensunterhalt seit Jahren mit Steuergeldern zu finanzieren? Die freie Marktwirtschaft hat in der Industrie zu einer gesunden Auslese geführt. Unrentable Unternehmen mußten sich den Marktverhältnissen anpassen oder sie gingen pleite. Warum wendet man 'das gleiche Prinzip nicht auch auf die Landwirtschaft an? Wenn unrentable landwirtschaftliche Unternehmen pleite gehen, wird niemandem geschadet. Im Gegenteil: Der Staat würde jährlich 1,6 Milliarden Mark sparen, und die Industrie würde die freiwerdenden Arbeitskräfte mit Kußhand aufnehmen.

Saarbrücken WERNER F. RETZ

Einst hat die Landwirtschaft uns ernährt; allmählich müssen wir sie ernähren.

Mainbernheim (Bay.) W. KRÜNINGER

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