Zur Ausgabe
Artikel 69 / 121
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel

Brasilien Drogenkrieg mit Granatwerfer

aus DER SPIEGEL 48/1996

Der Drogenkrieg in Rio de Janeiro fordert immer mehr Opfer unter Unbeteiligten. Seit Anfang des Jahres wurden 65 Menschen von verirrten Kugeln verletzt, 19 starben. Die meisten Schüsse wurden bei Kämpfen zwischen rivalisierenden Banden von Kokainhändlern in den Elendsvierteln oder bei Gefechten mit der Polizei abgefeuert. Aus Angst verlassen viele Anwohner ihre Behausungen, die in der Nähe von Elendsvierteln gelegen sind, andere schlafen auf dem Fußboden und in der Küche. Bürgermeister César Maia will deshalb die Grundstücksteuer für 300 000 Wohnungen und Häuser herabsetzen, die besonders von der Gewalt betroffen sind. Die Drogenmafia in Rio setzt unterdessen sogar Kriegsgerät ein: Dealer feuerten jüngst mit einem Granatwerfer auf ein Polizeiauto.

Zur Ausgabe
Artikel 69 / 121
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel