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OLYMPIA Druck auf Leipzig

aus DER SPIEGEL 4/2004

Unter Politikern wächst der Unmut über die Leipziger Olympia-Bewerbung, weil es immer noch keine Berechnung der Kosten gibt. Vertreter mehrerer Parteien haben die Bundesregierung aufgefordert, die dafür zuständige Olympia GmbH zu einer konkreten Kalkulation zu veranlassen. Hochrechnungen gehen von einem Aufwand von bis zu 14 Milliarden Euro aus. Da nur ein Teil davon durch Einnahmen gedeckt sein wird, wollen die Parlamentarier wissen, woher das Geld kommen soll. Vor allem der Bund müsste die Spiele durch Umschichtungen in den Etats finanzieren. Die Zeit drängt, denn Leipzig will noch vor dem ersten Besuch von Mitgliedern des Internationalen Olympischen Komitees Baumaßnahmen in Höhe von zehn Millionen Euro einleiten, um »Kräne vorweisen zu können«. Mit ähnlichen Argumenten hatte Berlin bei der Bewerbung für 2000 mit dem Bau von Hallen für die Box-, Schwimm- und Radsportwettbewerbe begonnen. Allein die Schwimmhalle belastet die Hauptstadt jetzt jährlich mit über fünf Millionen Euro.

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