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Briefe

Düpierte Oberarzt-Gilde
aus DER SPIEGEL 16/2007

Düpierte Oberarzt-Gilde

Nr. 14/2007, Krankenhäuser: Wie die Kliniken bei den Ärztegehältern tricksen

Das virtuelle Verschwinden von Oberärzten an Deutschlands Universitätskliniken dadurch, dass man sie nicht als solche anerkennt und entsprechend bezahlt, sondern willkürlich degradiert und sie damit eines erheblichen Teils des ihnen zustehenden Gehalts beraubt, ist nur der Anfang. Die zu erwartende Konsequenz, nämlich ein Abwandern von Ärzten in Praxis oder gar ins Ausland - und damit ein tatsächlicher, greifbarer Ärzteschwund - droht als Nächstes. Die Gilde der Oberärzte, also die Leistungsträger einer Klinik, wird derzeit massiv düpiert. Man muss die Krankenhäuser davor warnen, bei aller Betriebswirtschaft das Verantwortungsbewusstsein der Ärzte überzustrapazieren. Wenn es nämlich nicht um Menschen ginge im Medizin-»Business«, würden sich die Klinikärzte die Kapriolen ihrer Arbeitgeber schon lange nicht mehr gefallen lassen.

MÜLHEIM A. D. RUHR DR. MED. PETER HUNOLD

Nur mit korrekt entlohnten und motivierten Ärzten sind Krankenhäuser erfolgreich zu führen. Mit immer mehr Aufwand an Controlling, sogenannter Qualitätssicherung und Zertifizierungen kommt kein zusätzlicher Patient ins Haus.

SIEGEN (NRDRH.-WESTF.)

PROF. DR. PETER SCHUSTER

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