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Edelgard Bulmahn

aus DER SPIEGEL 39/1999

Edelgard Bulmahn, 48, Bundesforschungsministerin, weiß auch aus Chauvi-Sprüchen das Beste zu machen. Die Politikerin, untergebracht im denkmalgeschützten Gebäude der ehemaligen Ständigen Vertretung in Berlin, das mit recht muffig riechendem Mobiliar aus den siebziger Jahren ausgestattet ist, geht schon mal zum Luftschnappen ein Stockwerk höher. Dabei stieß sie jüngst auf einen Tischler, der an der Treppe werkelte. Ob er sie bitte vorbeilassen würde? Der junge Mann, so erinnert sich die Ministerin, musterte die Fragende von oben bis unten: »Aber immer doch. Für so eine junge, gut aussehende Frau unterbreche ich doch gerne mal meine Arbeit.« Bulmahn interpretierte die Anmache flugs um in eine regierungsfreundliche Äußerung: »Endlich mal einer, der es zu schätzen weiß, was wir für das Handwerk tun.«

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