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SOWJET-UNION Ehrliche Arbeit

Wo verbüßen Zwangsarbeiter ihre Strafen? Ein »Lager-Führer« liefert 2000 Adressen aus dem Archipel Gulag.
aus DER SPIEGEL 40/1981

Für Touristen in der UdSSR, die das Wissenschaftler-Städtchen Akademgorodok (bei Nowosibirsk) besuchen, gilt der Ratschlag: »Fragen Sie nach dem Matwejewka-Bezirk, so daß Sie sich nicht verlaufen.«

Die Handreichung gibt ein in der Schweiz erschienener Reiseführer besonderer Art - er weist den Weg zu den Arbeitslagern der Sowjet-Union: »The First Guidebook to the USSR«.

( Avraham Shifrin: »The First Guidebook ) ( to the USSR, to Prisons and ) ( Concentration Camps of the Soviet ) ( Union«. Stephanus Edition Seewis; 5 ) ( Pfund. )

Folgt man der darin veröffentlichten Kartenskizze für Nowosibirsk, kommt man, mit Buslinie 8 oder 22, zum Lager Nr. 91/3. Unter den über tausend Insassen befindet sich vielleicht schon Anatolij Martschenko, 44, ein Ingenieur aus Sibirien, der den Staat kritisiert hat. Anfang September wurde er dafür zu zehn Jahren Lager plus fünf Jahren Verbannung verurteilt.

Er hatte schon vorher sechs und noch einmal drei Jahre gesessen, war auch verbannt, weil er versucht hatte, das Land zu verlassen, und weil er 1968 gegen den sowjetischen Einmarsch in die Tschechoslowakei demonstriert hatte (SPIEGEL 43/1969).

Martschenkos Ehefrau Larissa, die auch schon vier Jahre Lager hinter sich hat, geht davon aus, daß ihr Mann die Strafe kaum übersteht, zumal er zu Haft mit »strengem Regime« verurteilt wurde. So ein Speziallager ist 91/3 bei Akademgorodok, dem Stolz der sowjetischen Wissenschaft.

Hunderte Andersdenkender wurden in den letzten beiden Jahren nach dem Paragraphen 70 des Strafgesetzes der Russischen Föderation verurteilt, der »antisowjetische Agitation und Propaganda«, also die Äußerung einer von der Parteilinie abweichenden Meinung, zum Schwerstverbrechen stempelt.

Seit Beginn dieses Jahres verhaften Geheimpolizisten des KGB in dem Versuch, die Dissidentenszene restlos auszuräumen, pro Woche etwa vier Regimekritiker oder deren Angehörige, die S.199 sich auf die 1975 in Helsinki vereinbarten Grundrechte und Freiheiten berufen.

Achtzig Sowjetbürger wurden in diesem Jahr schon als Dissidenten verurteilt: estnische, lettische, ukrainische Nationalisten, gläubige Christen, Juden oder Deutsche, die auswandern wollten, wegen der Ereignisse in Polen auch immer mehr Arbeiter, die bessere Arbeitsbedingungen, mehr Lohn oder freie Gewerkschaften gefordert haben.

Die Lager des Archipel Gulag füllen sich wieder. In jenen mit »strengem Regime« ist das Wachpersonal Herr über Leben und Tod - im Lager 142/17 bei Murmansk litt der estnische Dissident Juri Kukk, 30, der nach 40 Tagen Hungerstreik im Untersuchungsgefängnis Wologda im März starb.

Wo die Lager liegen, wie noch immer die Hunderttausende Häftlinge dort leben, beschreibt jenes Buch, das ein ehemaliger langjähriger Sträfling, der heute in Israel lebt, nach gründlichen Recherchen zusammengestellt hat - ein makabrer Führer durch die Welt des Gulag mit nicht weniger als 2000 Adressen.

Autor Avraham Shifrin, Sohn eines im Stalin-Gulag umgekommenen Juden, war Offizier der Roten Armee und Staatsanwalt. 1953 wurde er selbst wegen »antisowjetischer Aktivitäten« zum Tod verurteilt, dann zu 25 Jahren begnadigt und nach zehn Jahren »vorzeitig« entlassen. 1970 durfte er nach Israel ausreisen und leitet dort das »Research Center for Prisons, Psychprisons and Forced-Labor Concentration Camps of the USSR«.

Er interviewte Tausende jüdischer Emigranten, die viele Jahre in Lagern und KGB-Irrenhäusern gelitten hatten, sammelte von Menschenrechtlern aus dem Sowjet-Imperium geschmuggelte Berichte, Photos, Namen, Skizzen, Karten zu einem Führer durch die KZs zwischen Karelien und Kamtschatka.

Das Adreßbuch erhebt, wie Shifrin bedauert, »keinen Anspruch auf Vollständigkeit«. Es ist auch so grausig genug. »Ein Lager für dreitausend Kinder und Jugendliche in Orel, 350 Kilometer südlich von Moskau«, beschreibt die Anklageschrift gegen das Sowjetsystem im Stil eines Baedeker, »kann man mit dem Trolleybus Nummer 3 erreichen, wenn man damit bis zur Station ''Chimtschistka'' (Chemische Reinigung) fährt«.

Es ist ein Lager, an dessen Tor der Spruch prangt: »Ehrliche Arbeit - der Weg nach Haus«, was Shifrin an das »Arbeit macht frei« der nationalsozialistischen Konzentrationslager erinnert.

Für Kinder und für Frauen zählt der Führer 119 spezielle Lager auf. In den meisten muß körperliche Schwerstarbeit geleistet werden - Holzfällen, Untertagearbeit, gesundheitsschädliche Reinigung von Atomreaktoren.

Und die Angaben sind präzis. Chefarzt der Klinik für psychiatrische Krankheiten Nummer 13 am Moskauer Sewastopolski-Prospekt 26-28, in die der KGB Dissidenten steckt, ist Dr. Swischtschew, Telephon 120 22 55. Einer seiner Pflegebefohlenen ist Gawriil Jankow, eingesperrt wegen des Versuchs, eine Gewerkschaft zu gründen.

Im Leningrader Psychiatrie-Hospital Nummer 5, Lebedewstraße 39, werden Gläubige mit Spezialdrogen behandelt. Klinikchefin Jekaterina Kurakina findet das völlig in Ordnung: »Leute, die an Gott glauben«, zitiert das UdSSR-Handbuch die Ärztin, »gehören ins Irrenhaus.«

In der psychiatrischen Anstalt von Nowinki bei Minsk sitzt Lidija Walendo, weil sie um Auswanderung nachgesucht hatte. Ihr Arzt, Dr. Nikolajenko, stellte die Diagnose: »Normale Menschen haben nicht den Wunsch, die Sowjet-Union zu verlassen.«

Sowjetdeutsche, die in die Bundesrepublik ausreisen wollten und abgewiesen wurden, finden sich in der psychiatrischen Anstalt von Aleksejewka nahe der Kasachen-Hauptstadt Alma-Ata wieder, wo fast hunderttausend Deutschstämmige wohnen.

Neben KGB-Anstalten für Andersdenkende - Ärzte, die Regimekritiker nicht zu Geisteskranken stempeln, werden selbst verurteilt - sind auch am Ende der Breschnew-Ära noch sogenannte Todeslager eine Spezialität des sowjetischen Strafvollzugs für »Politische«.

Dort wird zwar gemeinhin nicht mehr gewaltsam getötet, obwohl aus etlichen Lagern schießwütige Wachen notiert sind, die für das Erschießen eines Sträflings »auf der Flucht« Belobigungen und Sonderurlaub bekommen (Shifrin-Beispiel: KZ Nokola bei Archangelsk). Dennoch gibt es unter »strengem Regime« nur geringe Überlebenschancen.

Für ihre Vernichtung sorgen die Umstände ihrer Arbeit: Diese Häftlinge roboten ohne Schutz in Uranminen und Uran-Anreicherungsanlagen, säubern die Düsen von Atom-U-Booten, bearbeiten Asbest, schuften in Bleigruben, fällen in der sibirischen Taiga Holz und graben in der Wüste Kanäle.

Solche Lager gibt es zu Dutzenden überall im Sowjetreich: Omutninsk im Gebiet Kirow, Cholowka bei Schitomir in der Ukraine, Lermontow im Nordkaukasus, Totma bei Wologda, Aksu in Kasachstan. Atom-U-Boote werden - auch durch weibliche Häftlinge - gereinigt im estnischen Baltisch-Hafen, in Sewerodwinsk, in Tarja auf der Halbinsel Kamtschatka.

Für die Reichshauptstadt Moskau nennt die Gulag-Fibel 31 Filialen des Archipels - von der berüchtigten Lubjanka im Stadtzentrum, die von den Intouristführern bei der Stadtrundfahrt S.201 beharrlich übersehen wird, bis zu einem »Blutforschungsinstitut« nahe der Metro-Station Kutusowskaja, wo im 12. Stock ständig medizinische Experimente an Gefangenen durchgeführt werden.

Unter dem wegen besonderer Marmorpracht Moskau-Besuchern gern vorgeführten U-Bahnhof »Komsomolskaja« gibt es noch eine abgeschlossene Etage: Kasematten für Tausende Gefangener - Transitstation im Häftlingsverschub.

Eines der berüchtigtsten KGB-Gefängnisse der gesamten Sowjet-Union ist das »Lefortowo« im Moskauer Bauman-Bezirk - dem Wahlkreis Leonid Breschnews -, wo auch Nobelpreisträger Solschenizyn seine letzte Nacht verbrachte, bevor er in die Bundesrepublik deportiert wurde. Ein ehemaliger Häftling beschreibt seine 28 Tage in einer Einzel-»Korrektur-Zelle« von Lefortowo - wie sie schon Walter Kempowski, 19, nachmals Literat in Westdeutschland ("Im Block"), 1948 in Rostocker Sowjethaft erlebte:

»Ohne Bett oder Bank mußte ich, bis über die Knöchel im Wasser, aufrechtstehen. Pro Tag bekam ich 300 Gramm Brot und zwei Schalen Wasser. Nach ein paar Tagen brach ich zusammen. Den Rest der Strafe kauerte ich am Boden, im Wasser und meinem eigenen Unrat.«

Im KGB-Gefängnis von Kresty in Leningrad (10 000 Insassen) ist die Korrektur-Spezialität der sogenannte Schlitz, ein 70 mal 70 Zentimeter großer Verschlag, in dem die Gefangenen weder stehen, liegen noch sitzen können.

Anno 78 steckte der Vernehmungsoffizier Morosow den Gefangenen Nissan für 24 Stunden in den Schlitz: »Ich bekam weder Brot noch Wasser. Mein Urin rann mir die Beine hinunter. Nachher mußte ich den Schlitz gründlichst reinigen« (Nissan).

In der »Heldenstadt« Odessa am Schwarzen Meer zeigt der Knast-Führer 14 Lager und Gefängnisse an. Das große Lager am »Orthodoxen Friedhof« (Tram-Haltestelle) kann man mit sechs Straßenbahnlinien bequem erreichen. Weniger gemütlich dürfte es werden, wenn man Shifrins Ratschläge für den Besuch befolgte:

»Nähern Sie sich dem Komplex und photographieren Sie so, als ob Sie am Friedhof interessiert seien. Sie können auch die Lagerverwaltung betreten und um Besuchserlaubnis fragen - dies ist vom Gesetz nicht verboten.«

Die Mordwinische Autonome Republik an der Wolga ist seit 1917 Standort riesiger Lagerkomplexe. Die Bahnlinie Moskau-Kuibyschew, auf mordwinischem Gebiet ausschließlich von Häftlingen erbaut, ist auf beiden Seiten von morschen Holzpfählen mit Nummern gesäumt - den Gräbern unbekannter Gefangener.

Schon gleich nach 1917 wurden auf einen Vorschlag Lenins hin bevorzugt Klöster in Straflager umgewidmet (was ihre Restaurierung als nationales Kunstdenkmal heute oft schwierig macht).

Im litauischen Wilna ist das Kloster vom Heiligen Tor in der Rasustraße noch immer ein KZ. Dort stellen die Häftlinge elektronische Sperranlagen für andere Lager und für die sowjetischen Grenzbefestigungen her. Wer die Norm nicht erfüllt, wird in ein Todeslager verbannt. So widerfuhr es dem Gefangenen M. K., der im Kloster-KZ auf 47 Kilo abmagerte und dann vom Lagerkommandanten Antonas Lumbas in die Bauxitminen nahe Archangelsk verschickt wurde.

Im Gebiet von Nowosibirsk, gern gezeigtes Entwicklungsgebiet in Sibirien, gibt es außer dem Sonderlager bei Akademgorodok noch 50 Lager und fünf Gefängnisse. Dort montieren Häftlinge in Fabriken mit den harmlosen Namen »Chimkonzentrat« und »Chimapparat« Atomsprengköpfe. Für die als »Baikal-Amur-Magistrale« (Bam) zum Jahrhundertwerk hochgelobte strategische zweite S.203 Transsibirische Eisenbahn, an der heute verdiente Komsomolzen hochbezahlte Heldenarbeit leisten, gingen unter unmenschlichen Bedingungen schon in den 40er Jahren gefangene Fronarbeiter ans Werk - deutsche und japanische Kriegsgefangene, aber auch verschleppte Osteuropäer.

Damals gab es entlang der Strecke 300 Lager, zusammengefaßt in einem Komplex »Oserlag«, in dem nur zehn Prozent der Zwangsarbeiter überlebten. Diese Sklaven bauten auch im Intourist-Ziel Nummer eins in Ost-Sibirien, dem gigantischen Wasserkraftwerk von Bratsk. Das heutige Weltwunder nannten die Häftlinge »Bratsker Friedhof«.

In den kältesten arktischen Zonen der UdSSR wird auch heute noch die schwerste Arbeit von Gefangenen geleistet - etwa im Gebiet von Archangelsk, wo bei einer freien Bevölkerung von 1,4 Millionen noch immer rund hunderttausend Häftlinge fronen, beim Bau, in Bergwerken, im Wald. Ähnlich besetzt sind das Gebiet von Murmansk und die Kola-Halbinsel, wo Gefangene in Lagern militärische Anlagen bauen und in Kupfer- und den (ehemals finnischen) Nickel-Minen roboten.

Frauen, die in der sibirischen Krasnojarsk-Region Holz schlagen, werden bei minus 40 Grad von den Wachen ermuntert: »Los, in der Taiga gibt es keinen Frost« - heißt, wenn man richtig zupacke, um den Plan zu erfüllen, komme man schon zum Schwitzen.

Die Autonome Republik Komi, eisige Einöde im hohen russischen Norden, war unter Stalin reines Sklavenland mit dem Schreckenslager Workuta, wo einem örtlichen Sprichwort zufolge »zwölf Monate im Jahr Winter ist, der Rest Sommer«. Heute arbeiten in der Komi-Provinz nur noch ein paar zehntausend Gefangene.

Doch die Gebeine Hunderttausender, wenn nicht Millionen unbekannter Sklavenarbeiter aus aller Welt liegen unter der Erde, Tausende starben während der Lagerrevolten 1953, die mit Bombern und Panzern niedergeschlagen wurden.

Im tiefen subtropischen Süden der Union aber, in Usbekistan und Turkmenistan, graben Gefangene unter glühender Wüstensonne Bewässerungsanlagen, arbeiten sie ohne jeden Schutz in Bleibergwerken. Ausländische Touristen, S.206 von Intourist durchs schöne »Sowjet-Asien« gekarrt, ahnen nicht, wenn sie an der Bar des Intourist-Hotels in Buchara sitzen, daß der fünfstöckige Komplex von Zwangsarbeitern erbaut wurde.

Gefangene reinigen Baumwolle und ziehen - wie im Lager-Sowchos 36/12 »Prigorodny« in Kirgisien - Tomaten und Früchte für die örtlichen Nomenklatura. Als in Uschkuduk 1977 geschundene Zwangsarbeiter in Streik traten, erschossen die Wachen 20 Häftlinge, worauf alles wieder »ruhig und friedlich« wurde, wie Lagerkommandant Major Gasurow rühmte.

Ein Name, der Synonym für die in der Sowjet-Union noch immer unbewältigten Greuel der Stalinzeit ist, Magadan am fernen Ochotskischen Meer, verheißt auch heute noch Tausenden Gefangenen baldigen Tod.

Dort schürfen noch immer Sträflinge wie schon 1938 bis 1941 der Raketen-Konstrukteur Sergej Koroljow (der später den »Sputnik« baute) jenes Gold, das die Sowjet-Regierung bei erhöhtem Devisenbedarf in die Banken von Zürich und London fliegt - und Moskau braucht zur Zeit viel Gold.

Einst hatte Lagerleiter Garanin im Polizei-Wirtschaftsunternehmen Kolymstroi jeden zehnten Mann erschießen lassen, wenn die Zwangsarbeiter den Schürfplan nicht erfüllt hatten. Auch heute noch ist der Plan wichtiger als das Leben der Gefangenen.

Ein Lagerarzt, der 1977 eine Goldschmelze bei Magadan besuchte, wurde Augenzeuge, als weibliche Häftlinge bei der Verpackung den Staub von den Barren mit ihrem Atem abpusten mußten. Auf seine Frage, ob es dafür kein Gebläse gäbe, antwortete der Aufseher: »Ein Gebläse haben wir nicht, wohl aber einen Plan, und den müssen wir erfüllen.«

Auch im allerfernsten Osten des Imperiums, auf der 1945 den Japanern abgenommenen Kurileninsel Schikotan, produzieren, von Hunden bewacht, 6000 gefangene Frauen, viele von ihnen wegen ihres Glaubens verurteilt, Fisch- und Krebskonserven der Marke »Tschatka« für den Export.

Dann gibt es noch Speziallager, die sind so geheim, daß selbst Shifrin nicht herausfinden konnte, wo genau sie liegen.

Er berichtet von einem im Gebiet Tschita nahe der Grenze zu China und zur Mongolei: Dort sterben Ausländer, die irgendwann im sowjetischen Machtbereich spurlos verschwunden sind.

Möglicherweise, vermutet er, sitzt dort auch der 1945 von den Russen aus Budapest verschleppte schwedische Diplomat Raoul Wallenberg, der Zehntausende ungarischer Juden vor den Nazis gerettet hatte.

Shifrin ermuntert ausländische Besucher der Sowjet-Union, nach dem vermißten Schweden zu fragen, für dessen Entdeckung in Schweden eine Million Dollar ausgesetzt worden ist.

Aber auch nach dem jüdischen Sowjetbürger Jan Kaplan soll man sich erkundigen, der 1978 seine Tochter in Israel telephonisch darüber informiert hatte, daß er persönlich, selbst Häftling, noch 1975 den verschwundenen Wallenberg im Moskauer Butyrka-Gefängnis gesehen habe.

»Nehmt euch ein Beispiel am Mut Wallenbergs und Kaplans«, ruft Shifrin Westler auf, für die selbst nach seiner Ansicht »die Lager des Gulag immer näherrücken«. Der Wegweiser durch die Sklaverei:

»Über 60 Millionen Unschuldige sind in diesen Lagern in 60 Jahren verschwunden. Die Mörder spähen in eure Richtung. In ihren Botschaften liegen schon Listen der Intelligenzija eurer Länder, die zur ''Liquidation'' vorgemerkt ist, wenn die Zeit der Machtergreifung kommt.«

S.197Avraham Shifrin: »The First Guidebook to the USSR, to Prisons andConcentration Camps of the Soviet Union«. Stephanus Edition Seewis;5 Pfund.*S.203Aus dem Shifrin-Buch: Zentraler Gorki-Platz (1), Autofabrik (2),KGB-Hauptquartier (3), KGB-Klub (13), Lager (4-6, 10, 12),Gefängnisse (7, 8), Psychiatrische Klinik (9).*

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