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Briefe

Ein Problem unter vielen
aus DER SPIEGEL 17/1995

Ein Problem unter vielen

(Nr. 15/1995, Pfarrer: Therapiezentrum für Geistliche)

Sie zitieren mich mit den Worten: »Der Zölibat ist etwas Verrücktes.« Dabei beziehen Sie sich offensichtlich auf eine Passage aus meinem Buch »Liebe und Zölibat«, in der es, Bezug nehmend auf den Zölibat, heißt: »Wer als Zeichen für etwas lebt, das über den Tod hinausgeht, der verrückt sehr vieles, der ist ver-rückt.« Damit soll aber gesagt werden: Hier lebt jemand etwas, das in den Augen der Menschen, die die Erfüllung ihres Lebens nur in dieser Zeit suchen, eine Narrheit darstellt. Übrigens sehen Pater Anselm Grün und ich in der Aufhebung des Zölibats nicht die Lösung der Probleme von Geistlichen. Der Zölibat ist ein Problem unter vielen. Entscheidend wäre, die Lebens- und Arbeitsbedingungen für die Priester zu verbessern. *UNTERSCHRIFT: Münsterschwarzach (Bayern) DR. WUNIBALD MÜLLER Recollectio-Haus

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