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Briefe

Eine echte Unverschämtheit
aus DER SPIEGEL 8/1997

Eine echte Unverschämtheit

(Nr. 6/1997, Pop: Backstreet Boys und andere Teenie-Idole)

Wir, zwei Backstreet-Boys-Fans (12 und 14 Jahre), wollen uns beschweren. Woher nehmen Sie eigentlich die ganzen Vorurteile gegenüber Boygroups? Wie können Sie eigentlich behaupten, daß die meisten Boygroups nur deswegen so viele Fans haben, weil die Boys hübsch aussehen, und daß die meisten Boygroups gar nicht singen können? Die Musik ist ja wohl das Wichtigste und nicht das Aussehen. Auch die Sache mit den Instrumenten ist völlig falsch. Es gibt total viele Boygroups, in denen einige Boys Instrumente beherrschen. Und was ist denn an den Namen der heutigen Boygroups so anders als an den Namen der früheren? Hören sich »Beatles« oder »New Kids on the Block« vielleicht besser an als »'N Sync« oder »Worlds Apart«? Überhaupt: »Worlds Apart« als »Schönlinge« zu bezeichnen, ist eine echte Unverschämtheit! Mehr kann man dazu einfach nicht mehr sagen! Wenn Sie schreiben, »die Begeisterung der Mädchen für die Knaben mit den Waschbrett-Bäuchen scheint wenig mit deren Musik zu tun zu haben«, woher wollen Sie denn so genau wissen, weshalb so viele Mädels Fans sind? Was in den Mädchen vorgeht, können Sie ja wohl gar nicht wissen. Sie haben doch keine Tests durchgeführt, oder?! Alles in allem ist Ihr Bericht die totale Übertreibung! Wir hoffen, daß Sie das einsehen und daß Sie nie mehr so einen Bericht verfassen.

Saarbrücken Anna Lena Adami

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