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Briefe

Eine Herkulesaufgabe, fürwahr
aus DER SPIEGEL 8/1997

Eine Herkulesaufgabe, fürwahr

(Nr. 6/1997, Umwelt: Ökologen widerrufen den Tropenholz-Boykott)

Nach wie vor gilt: Wir sägen die Dritte Welt arm. Nach wie vor gilt: Für jede Mark, die mit Tropenholz verdient wird, haben die armen Länder zwei bis drei Mark soziale und ökologische Kosten. Nach wie vor gilt: Die europäischen Regierungen verdienen mit Steuern und Zöllen mehr am Tropenholz, als die Herkunftsländer insgesamt an Einnahmen aus dem Handel haben. Selbst die korrupte brasilianische Regierung mußte den Mahagoni-Einschlag aussetzen, weil die Wälder leer geraubt sind. Wo soll da »Mahagoni für alle« herkommen? Europäische Konzerne dringen in Afrika in die letzten Reservate vor, weil es keine wertvollen Bäume mehr gibt.

Hamburg R. Behrend

Rettet den Regenwald

Leider sehr pessimistisch, Ihr Beitrag. Tropenholz-Boykott: erfolglos. FSC-Ökoholz: Herkulesaufgabe. Rechte der eingeborenen Völker: ausweglos. Tropenwald: womöglich unwiederbringlich dem Untergang geweiht. Jetzt ist's sowieso egal, und wir kaufen alle Mahagoni, oder was? Robin Wood bewertet die Lage anders. Weil es einen Tropenholz-Verzicht gibt, gibt es das FSC-Ökosiegel. Nun müssen wir dafür sorgen, daß das Siegel nicht zum Schwindel wird. Eine Herkulesaufgabe, fürwahr.

Hamburg Christoph Meyer

Robin Wood

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