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Briefe

Eine Provokation
aus DER SPIEGEL 29/1993

Eine Provokation

(26/1993, SED: Der geklaute Luxus der Bonzen)

Mit der Schilderung des »Wohllebens« der ehemaligen SED-Oberen schüren Sie den Neid noch nachträglich und tragen wissentlich zum Entstehen einer Pogromstimmung bei. Auf diese Masche haben sich vor allem die Nationalsozialisten bestens verstanden. *UNTERSCHRIFT: Ansbach (Bayern) ALFRED HAENSEL

Für mich als »Ossi« ist dieser Beitrag eine Provokation. Hier wird aus einem Zusammenhang nur der Teil gegriffen, der sich zur Wutaufwallung vermarkten läßt. Vergessen wurde vom Autor die Erwähnung der Unfähigkeit der Bundesrepublik zur Aufarbeitung der DDR-Geschichte. Ich meine die Tatsache, daß die Bundesrepublik Herrn Honecker einen Paß gab, sein Geld umtauschte und daß er nun - straffrei und mit deutscher Rente - von Chile aus über Deutschland lachen kann. Da damit schon ein Schlußstrich gezogen wurde und viele ehrliche Menschen die Hoffnung auf Gerechtigkeit in diesem Land verloren haben, könnte man sich doch endlich den aktuelleren Ereignissen zuwenden. *UNTERSCHRIFT: Berlin THOMAS DRACHE

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