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Einen deutschen Almanach mit Revolutions-Annalen

aus DER SPIEGEL 46/1967

und eine Plastikschreibmappe mit 44 Manuskriptblättern fanden jene bolivianischen Soldaten, die Fidel Castros Guerilla-Strategen Ernesto »Che« Guevara Anfang Oktober erschossen haben, nach ihren Angaben in den Taschen des Toten. Als Lieferanten des 20 mal 14,5 Zentimeter großen Terminkalenders mit rotem Einband und der Schreibmappe Marke »Elba 66509« identifizierten die Bolivianer die Firma Carl Klippel ("Alles fürs Büro") aus Frankfurt am Main, die jedoch keine Geschäftsbeziehungen nach Lateinamerika unterhält. Für das Tagebuch, das der bolivianische Ankläger im Prozeß gegen den französischen Journalisten, Revolutionstheoretiker und Guevara-Interviewer Régis Debray als Beweisstück erbat, aber von den Militärs nicht erhielt, soll ein amerikanischer Verleger »märchenhafte Summen« ("Le Monde") geboten haben, sofern »Ches« Aufzeichnungen nicht im Debray-Verfahren bekannt werden.

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