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Briefe

EINSTEIN
aus DER SPIEGEL 23/1955

EINSTEIN

(Nr. 18/1955, Wissenschaft, und Nr. 20/1955, Briefe)

Eine Kuriosität sollten Sie noch mitteilen, die die im Jahre 1929 vollendete baptistische Riverside-Kirche in New York (Manhattan) aufweist. Dort stehen in Nischen 600 in Kalkstein gemeißelte Gestalten: Könige, Heilige, Wissenschaftler und Philosophen - zur Unsterblichkeit bestimmt. In diese Skulpturen-Galerie der Unsterblichen wurde am Westportal der Kirche Albert Einstein schon zu seinen Lebzeiten aufgenommen. Als nämlich vor nunmehr etwa 30 Jahren der damalige Pastor der Kirche, Dr. Harry Emmerson Fosdick, eine Gruppe führender Naturwissenschaftler um ein Verzeichnis der vierzehn bedeutendsten Namen der Geschichte ihrer Wissenschaft bat, gingen die Vorschläge erheblich auseinander. Aber niemals fehlte der Name Albert Einstein, der nun seinen Platz fand neben Hippokrates, Euklid, Archimedes, Hipparchos, Paré, Galilei, Kepler, Newton, Dalton, Faraday, Darwin, Pasteur und Lister.

Goslar

BERNHARD WENDT

Die Leserbriefe von Otto Knechtel und Dr. Elisabeth Ernst bedürfen noch einer kleinen Ergänzung:

Die Idee, daß Lichtstrahlen, falls sie als mit Lichtgeschwindigkeit laufende schwere Teilchen aufgefaßt werden, im Schwerefeld der Sonne eine Ablenkung oder Krümmung erfahren, ist tatsächlich schon viel älter als die Einsteinsche Allgemeine Relativitätstheorie. Allerdings ergibt diese klassische Anschauung nur genau die Hälfte des mittels der Allgemeinen

Relativitätstheorie zu berechnenden Effektes; in dem neuen, nichtklassischen Effekt wirkt sich die Krümmung des Raums in der Nähe von Massen so aus, daß die theoretische Lichtablenkung am Sonnenrand von 1,75 Bogensekunden sich zur Hälfte aus der Schwerewirkung des Lichtes und zur Hälfte aus dem Einfluß der Raumgeometrie zusammensetzt ...

Hamburg

DR. W. DIECKVOSS Hamburger Sternwarte

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