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Elisabeth Noelle-Neumann,

aus DER SPIEGEL 4/1995

78, Meinungsforscherin in Allensbach, hat durch eine eigenwillige These kritischen Journalismus ermutigt. Auf einem Kolloquium outete sie den Auslöser für die grassierende Parteienverdrossenheit im Sommer 1992. Nach dem Erscheinen des Buches »Richard von Weizsäcker: Im Gespräch mit Gunter Hofmann und Werner A. Perger« sei der Mißmut über die Parteien um 50 Prozent angestiegen. Noelle-Neumann-Sprecher Edgar Piel bestätigte, die »große Medienresonanz« auf das Werk habe Wähler zu der Meinung geführt, »wenn schon der Bundespräsident die Parteien kritisiert, muß ja was dran sein«. In allen Umfragen sei dies sehr deutlich geworden. Weizsäcker-Befrager und Zeit-Korrespondent Gunter Hofmann freut sich über Noelle-Neumanns Wertung: »Ich dachte immer, politische Literatur bewirke nichts.«

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