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Elke Sommer

aus DER SPIEGEL 37/1966

Elke Sommer, 25, im kalifornischen Beverly Hills lebende deutsche Filmschauspielerin ("Die Sieger"), die in ihrer Freizeit vorzugsweise malt (SPIEGEL 53/1965) und gelegentlich »melancholische, langsame und schön schmalzige« Lieder komponiert, probte am vorletzten Sonntag in Berlin für einen SFBFernsehbericht über die Künstlerin mit dem italienischen Tenor Giuseppe di Stefano, 45, der in der Sendung das von Elke Sommer komponierte und betextete Lied »Darling« singt. Die Melodie war der Schauspielerin, die gegenwärtig in Berlin den Spielfilm »Die Hölle von Macao« dreht, bei einem Strandbummel in Spanien eingefallen: »Ich summte so vor mich hin, und dann ging ich nach Hause und baute das Ganze zusammen.« Während der Probe im SFB-Studio spielte sie dem Italiener, der zur Zeit im Berliner »Theater des Westens« in der Lehár-Operette »Das Land des Lächelns« auftritt, die Melodie auf der Gitarre vor. Elke Sommer: »Es hat furchtbar gescheppert. Irgendwas stimmte mit den Saiten nicht, die Gitarre hat wohl zu lange an der Heizung gestanden.« Die Künstlerin, die während der Schulzeit in Musik stets eine Eins hatte und bislang vier Schallplatten besang, über den Interpreten ihres Liedes: »Er hat eine so phantastische Stimme, daß einem die eigene Stimme wert- und nutzlos vorkommt.« Di Stefano ("Neue Zürcher Zeitung": »Ein begnadetes Stimmorgan"), der während der Fernsehaufnahme vom 16 Musiker zählenden SFB-Orchester begleitet wurde, über Elke Sommers Lied: »Das ist ein richtiger Ohrwurm.«

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