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Briefe

Erfolg verdrängt?
aus DER SPIEGEL 45/2000

Erfolg verdrängt?

Nr. 43/2000, Intendanten: Die bundesweite Krise der Musiktheater eskaliert

Wenn es nicht so traurig wäre ... Da tagt die »Deutsche Opernkonferenz« tatsächlich in Zürich!? Den Damen und Herren scheint entweder immer noch zu viel beziehungsweise wenigstens ausreichend Staatsknete zur Verfügung zu stehen ... oder sie haben den Ernst der Lage immer noch nicht begriffen. In beiden Fällen: weiter so, Herr Stölzl!

BERLIN WOLF-RAINER BARTKNECHT

In den öffentlichen Diskussionen um die ,Strukturreform' der Berliner Opernhäuser irritiert, dass die Existenz der Staatsoper Unter den Linden und der Deutschen Oper missverständlich als ein Ergebnis der Berliner Teilung dargestellt wird. Es sollte dringend auf jene Traditionen hingewiesen werden, die beide Häuser lange vor dem Mauerbau als zwei voneinander unabhängige Institutionen in Berlin ausweisen. Die Staatsoper existiert bekanntlich seit 258 Jahren, die Staatskapelle sogar seit über 430 Jahren. Deutschland und Berlin haben die Pflicht, beide Häuser gleichermaßen unabhängig voneinander zu erhalten und zu fördern. Bei der Staatsoper Unter den Linden handelt es sich keineswegs um eine »Kulturinstitution der ehemaligen DDR«, mit deren Identitätsverlust man sich im Fall der geplanten ,Strukturreform' abfinden würde.

BERLIN RALF PLEGER

Die Kritiker der Fachzeitschrift »Opernwelt« haben jüngst nicht das Orchester der Oper Stuttgart, sondern mehrheitlich die in der Staatsoper Unter den Linden beheimatete Staatskapelle Berlin zum »Orchester des Jahres« gewählt. Die Stuttgarter Oper kann sich über mehrere andere Auszeichnungen der Zeitschrift freuen. Vermutlich hat Herr Umbach den Berliner Erfolg schlicht verdrängt, wo er doch immer so tapfer gegen ihn gekämpft hat.

BERLIN DR. STEPHAN ADAM

PERSÖNLICHER REFERENT DES INTENDANTEN DER DEUTSCHEN STAATSOPER BERLIN

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