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PERSONALIEN Erhard Eppler

aus DER SPIEGEL 30/1982

Erhard Eppler, 55, jüngst aus der baden-württembergischen Landespolitik ausgeschiedener Vorsitzender der Grundwertekommission der SPD, bewies S.155 bei einer Dialekt-Diskussion in Reutlingen (Thema: Mundart und Politik), daß er das Schwäbische differenziert einzusetzen weiß. »Zwischenrufe auf schwäbisch haben den Vorzug, daß die meisten Stenographen sie nicht verstehen«, meinte Eppler. »Also, wenn einer irgendeinen Käse erzählt und ich sage: O du Lällabäbbel (Lällabäbbel = Depp, d. Red.), dann bin ich ganz sicher, daß ich keinen Ordnungsruf bekomme, weil schon der Präsident oben gar nicht weiß, was ein Lällabäbbel ist.« Anderes bringt der Schwabe Eppler lieber auf hochdeutsch: »Im Prinzip könnte ich sogar das Grundwertepapier im Dialekt vortragen - nur, es würde lächerlich klingen.«

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