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Briefe

Erhöhter Bedarf
aus DER SPIEGEL 14/1995

Erhöhter Bedarf

(Nr. 13/1995, Panorama: Kanzlerberater entmachtet)

Sie behaupten, daß die Forschungsgruppe Wahlen e.V. vom Presse- und Informationsamt der Bundesregierung seit Wolfgang G. Gibowskis Wechsel ins BPA Aufträge in Millionenhöhe und ihre Mannheimer Tochter ipos weitere Aufträge zwischen 130 000 und 600 000 Mark jährlich erhalten hat. Tatsächlich hat die Forschungsgruppe Wahlen e.V. weder vor noch nach Gibowskis Wechsel ins Bundespresseamt Aufträge oder sonstige Zuwendungen vom Presseamt erhalten. Richtig ist, daß die Firma ipos, deren Gesellschafter personenidentisch mit den Vorstandsmitgliedern der Forschungsgruppe Wahlen sind, seit Jahren für das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung eine Vielzahl von Umfragen und Studien zu politischen und gesellschaftlichen Einstellungen in der Bundesrepublik Deutschland durchführt und dafür in den vergangenen Jahren jeweils zwischen 1,1 Millionen und 1,2 Millionen Mark jährlich erhalten hat. Für das Jahr 1991 waren bereits im Dezember 1990, also drei Monate vor Wolfgang G. Gibowskis Wechsel ins Presseamt, vom BPA Umfragen und Studien in Höhe von 800 000 Mark in Auftrag gegeben worden. Könnte der Grund für die stärkere Inanspruchnahme von ipos vielleicht auch in der Tatsache begründet liegen, daß es mit der deutschen Einheit einen erhöhten Bedarf für qualifizierte Umfrageforschung gegeben hat? *UNTERSCHRIFT: Mannheim MATTHIAS JUNG Forschungsgruppe Wahlen e.V. und ipos

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