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Eric Besson

aus DER SPIEGEL 51/2009

Eric Besson , 51, französischer Minister für Einwanderung und nationale Identität, ist in Erklärungsnot geraten. Seit unter seiner Schirmherrschaft Anfang November eine landesweite Debatte über die nationale Identität der Franzosen initiiert wurde, ist die Website des Einwanderungsministeriums auch zum Tummelplatz für Rassisten geworden. Von den bisher rund 40 000 eingegangenen Kommentaren seien »zwischen sechs und sieben« Prozent unverblümt ausländerfeindlich, musste Besson einräumen. Diese rund 2500 Beiträge seien mittlerweile von Kontrolleuren der Website entfernt worden. Kritik, die nicht nur von der linken Opposition, sondern zunehmend auch von Vertretern der konservativen Regierungspartei UMP an der Initiative geäußert wird, weist Besson zurück. Der in Marokko als Sohn einer libanesischen Mutter und eines französischen Armeepiloten aufgewachsene Besson sagte dem Radiosender Europe 1, er freue sich über alle Kommentare. Schließlich gehörten auch Stammtischreden zur »nationalen Identität« der Franzosen.

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