Aus für Endlager-Pläne Erkundungsbergwerk Gorleben wird endgültig stillgelegt

Jahrelang hofften Geologen und Energiemanager, dass der Untergrund von Gorleben gute Bedingungen für die Lagerung von Atommüll liefern könnte. Doch geeignet war das Bergwerk nicht, jetzt ist endgültig Schluss.
Atommülllager Gorleben: Am Ende für ungeeignet befunden

Atommülllager Gorleben: Am Ende für ungeeignet befunden

Foto: MORRIS MAC MATZEN/ REUTERS

Das früher als potenzielles Atommüllendlager betrachtete Bergwerk im niedersächsischen Gorleben wird endgültig geschlossen. Das teilte das Bundesumweltministerium am Freitag in Berlin mit. Das Ministerium habe entschieden, die Bundesgesellschaft für Endlagerung »mit der Stilllegung des Bergwerks zu beauftragen«. Die Salzhalde solle wieder unter Tage verbracht werden, sagte ein Sprecher – es sei nun an der BGE, die Planung der Schließung fortzusetzen.

Das Bergwerk im Landkreis Lüchow-Dannenberg war trotz heftiger Proteste (lesen Sie hier mehr) jahrzehntelang als mögliches künftiges Endlager für hochradioaktiven Atommüll betrachtet und entsprechend erforscht worden. Im Zuge eines Neustarts der bundesdeutschen Endlagersuche wurde das Bergwerk im vergangenen Jahr wegen »nicht ausräumbarer Zweifel an der geologischen Eignung des Standorts« aber endgültig von der Liste potenzieller Standorte genommen.

Bereits vor der Entscheidung befand sich das Bergwerk seit Jahren in einer Art Winterschlaf. Seit 2013 ruhen sämtliche Erkundungsarbeiten, die nicht mehr nötige Technik und Gebäude wurden schrittweise entfernt. Nur noch die zur Offenhaltung des früheren Bergwerks erforderlichen Anlagen sollten bis zur endgültigen Abwicklung stehen bleiben.

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Bereits vorab war aber weitgehend klar, dass es für das ehemalige Erkundungsbergwerk kaum alternative Nutzungsmöglichkeiten geben würde. »Das Kapitel Endlager Gorleben wird ab dem heutigen Tag geschlossen – ich hoffe, dass im Wendland nun die Wunden heilen können, die der jahrzehntelange Streit über Gorleben gerissen hat«, sagte Umwelt-Staatssekretär Jochen Flasbarth.

mik/AFP
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