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Ernst von Weizsäcker

aus DER SPIEGEL 30/1951

Ernst von WeizsäckerUnter dem Vorwand, den Kommunismus in China zu bekämpfen (was ohnehin nicht Gegenstand des Vertrages sein konnte), entlastete Japan die Sowjets in ihrem Rücken.

Trotzdem hätte diese Mißstimmung rein platonisch bleiben können, wenn den Japanern nicht zwei Dinge unangenehm ins Auge gestochen hätten, die deutsche Militärmission unter General Falkenhausen und die deutschen Rüstungslieferungen an China.

Am 22. Juli 1937, 14 Tage nach Beginn der Feindseligkeiten, intervenierten die Japaner in Berlin bereits wegen deutscher Waffenlieferungen nach China. Weizsäcker erklärte, er sei kein Waffenhändler und wisse nicht, was an Kriegsmaterial auf dem Ozean herumschwimme. Dann ließ er aber doch die deutschen Kriegstransporte anhalten. Dafür bedankte sich der Adjutant des japanischen Kriegsministers in Tokio bei

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*) »Geheimes Zusatzabkommen zum Abkommen gegen die Kommunistische Internationale.

Die Regierung des Deutschen Reiches und die Kaiserlich-Japanische Regierung, in der Erkenntnis, daß die Regierung der Union der Sozialistischen Sowjet-Republiken an der Verwirklichung des Zieles der Kommunistischen Internationale arbeitet und für diesen Zweck ihre Armee einsetzen will, in der Ueberzeugung, daß diese Tatsache nicht nur den Bestand der Hohen Vertragschließenden Staaten, sondern den Weltfrieden überhaupt in ernstester Weise bedroht, sind zur Wahrung der gemeinsamen Interessen in folgendem übereingekommen:

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