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Briefe

Es wird gefälscht, was bekannt ist
aus DER SPIEGEL 50/1998

Es wird gefälscht, was bekannt ist

Nr. 48/1998, Wein: Geschäfte mit gepanschtem Mosel

Ein großes Mißverständnis Ihrerseits liegt in den Begriffen Panscherei und Bezeichnungsrecht. Unter Panscherei versteht man, wenn Wein mit nicht zulässigen Mitteln vermischt wird. Hier geht es aber nur um das Bezeichnungsrecht und um Buchführungsfälschung. Solche Fälle sind auch in anderen Weinbaugebieten aufgetreten. Allerdings wurden diese Fälle nicht in der Öffentlichkeit breitgetreten. In bezug auf den Mehrerlös von 2 Mark pro Liter kann ich Ihnen ein Beispiel geben, was auch diese Aussage nicht bestätigt: Ein Liter Michelsberg 2,50 Mark, ein Liter Nebenlagen 1,50 Mark. Nach meiner Rechnung ein Mehrerlös von einer Mark.

TRITTENHEIM/MOSEL HANS-JOSEF MARINGER WINZER

Wenn in den zu Tausenden zählenden großen Supermarktketten der USA Piesporter Michelsberg von verschiedenen Abfüllern in Massen angeboten wird, wundert es nicht mehr, daß selbst Moselwinzer augenzwinkernd vom »Panschen-Lama« als ihrem Patron sprechen.

MAINZ ERNST L. GRAEFEN

Warum sollte es im Weinbau anders sein als in allen Branchen. Es wird gefälscht, was bekannt ist. Wer die Moselweine kennt, wird sich durch solche Einzelfälle nicht verunsichern lassen. Als langjähriger Kenner dieser Weine kann ich nur raten, sich einen Winzer des Vertrauens zu suchen. QuaIität und Originalität sprechen nach wie vor für sich.

BONN BERND SCHWANG

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