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Eugen Gerstenmaier, Helene Weber, Dr. Reinhold Maier, Gerd Bucerius

aus DER SPIEGEL 13/1958

Eugen Gerstenmaier, 51, Bundestagspräsident, sprach am Donnerstag vor Beginn der außenpolitischen Debatte des Bundestags der Essener CDU-Abgeordneten Helene Weber, 77, zu ihrem Geburtstag (17. März) die Glückwünsche des Hauses aus mit dem Zusatz: »Zum wievielten Geburtstag, sage ich nicht.« Später sprach der FDP-Vorsitzende Dr. Reinhold Maier, 68, zu der Abgeordneten Dr. Weber, nachdem sie seine Rede durch Zwischenrufe beeinträchtigt hatte:

Ich möchte ein Geburtstagskind nicht rauh angreifen. Also wenn Sie Zwischenrufe machen, fordern Sie einen Ihrer männlichen Nachbarn auf (die Zwischenrufe zu tun), damit ich dann entsprechend mit ihm umgehen kann.

Mit dem Hamburger CDU-Abgeordneten Gerd Bucerius, 51, legte sich Reinhold Maier gleichfalls an, als Bucerius seine Rede unterbrach:

Dr. Bucerius: Herr Maier, an Ihrer Rede ist uns einiges ...

Dr. Maier: Erstens bin ich Abgeordneter, und zweitens bin ich Doktor!

Dr. Bucerius: Herr Abgeordneter, Sie erhalten das Recht, mich mit »Herr Bucerius« anzureden.

Dr. Maier: Ich habe aber keinen so schönen Namen wie Sie, deshalb lege ich auf die Form Wert. Das sind aber keine Minderwertigkeitsgefühle.

Dr. Bucerius: Dafür ist Ihr Vorname um so schöner, Herr Abgeordneter.

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