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Internet Europe Online: Konkurs

aus DER SPIEGEL 32/1996

Der Datendienst Europe Online (EOL) hat Konkurs angemeldet. Der maßgeblich vom deutschen Burda-Verlag betriebene Internet-Informationsservice hat, so der zurückgetretene Verwaltungsratschef Christian Schwarz Schilling, 70 Millionen Mark Schulden. Der Luxemburger Firma war es nicht gelungen, dem Konkursgericht, das vor vier Wochen die Aufsicht übernommen hatte, ein überzeugendes Konzept vorzulegen. Verhandelt wurde mit dem US-Konzern ITT, der 15 Millionen Dollar Eintrittsgeld zahlen und den Datendienst Compuserve in den Eigentümerkreis holen wollte. Compuserve-Manager Steven Stanbrook: »Das Konkursgericht forderte einen fertigen Vertrag innerhalb von 47 Stunden. Das haben wir nicht geschafft.« Schwarz-Schilling dagegen spricht von »unsinnigen Forderungen« seitens Compuserve, die »nicht bereit waren, irgendwelche Verpflichtungen einzugehen«. Den an EOL beteiligten luxemburgischen Banken liegt ein Angebot der Telekom vor. Sie will die Konkursmasse für wenig Geld übernehmen, um ihr T-Online europaweit auszubauen.

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