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Eva Giganti,

aus DER SPIEGEL 35/2000

Eva Giganti, 24, Gewichtheberin, hofft auf olympisches Gold in Sydney - als Happy End im Horrorfilm ihres Lebens. Vor fünf Jahren lockten Mafia-Killer ihren Bräutigam wenige Tage vor der geplanten Hochzeit in eine verlassene Kiesgrube und schossen ihn nieder. Der Ex-Junkie hatte sich gerade erst aus Drogensucht und Unterwelt befreit. So kam Tochter Valentina als Halbwaise zur Welt. Die »Mafia-Witwe«, wie man in Sizilien sagt, schlug sich als Putzfrau und Landarbeiterin durch, fand durch Zufall Spaß am Stemmen und Reißen schwerer Metallplatten. Heute ist das Leichtgewicht (46,3 Kilogramm) aus Caltanissetta Italiens Stärkste ihrer Klasse: Im April gewann sie Silber bei der Europameisterschaft in Sofia. Das Medaillentreppchen in Sydney soll ihr nun zu einem festen Job verhelfen - »das Sportstipendium reicht auf Dauer nicht« -, doch vor allem soll es für sie eines werden: das »Podium zum Vergessen«.

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