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EWG-KRISE.

aus DER SPIEGEL 8/1968

Die 60 Mitglieder des Personalausschusses der Brüsseler EWG-Kommission sind aus Protest gegen die Personalpolitik des EWG-Präsidenten Jean Rey zurückgetreten. Die Protestanten werfen dem seit sechs Monaten amtierenden Hallstein-Nachfolger vor, alle aus der Fusion von EWG, Euratom und Montanunion resultierenden personalpolitischen Entscheidungen verzögert, Neubesetzungen von Planstellen nach persönlichen Sympathien entschieden und Reorganisationsvorschläge des Personalausschusses mißachtet zu haben. Daneben droht der EWG noch eine weitere Personalkrise: Der Vizepräsident der Kommission der Europäischen Gemeinschaften, Barre (Frankreich), sowie die EWG-Kommissionsmitglieder Colonna (Italien) und von der Groeben (Deutschland) erwägen ihren Rücktritt, falls der EWG-Ministerrat auf seiner Forderung besteht, nach der Fusion der drei Gemeinschaften 611 der 4671 EWG-Beamten zu entlassen; die Kommission will nur 205 Beamten kündigen.

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