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STASI Ex-Spitzel berät Bundesregierung

aus DER SPIEGEL 19/2007

Funde der Birthler-Behörde belegen, dass ein Berater der Bundesregierung für den Aufbau-Ost als Inoffizieller Mitarbeiter der Stasi gedient hat. Der heutige Magdeburger IHK-Präsident Klaus Hieckmann wurde unter dem Decknamen »Stahl« geführt. Hieckmann ist Mitglied im Gesprächskreis Ost der Bundesregierung, dem führende Experten um den einstigen Hamburger Bürgermeister Klaus von Dohnanyi angehören. Ingenieur Hieckmann verpflichtete sich 1986 handschriftlich als Spitzel. Er war seinerzeit Abteilungsleiter im Magdeburger Forschungs-, Entwicklungs- und Rationalisierungsbetrieb, den er nach der Wende unter neuem Namen übernahm. Nach Aktenlage hat der heutige Ehrensenator der Universität Magdeburg noch bis August 1989 Einschätzungen zu Mitarbeitern geliefert. So wird ein Ingenieur als hinterlistig und unstetig diffamiert. Hieckmann räumt die Stasi-Dienste ein. »Es ist doch lange her, und ich habe niemandem geschadet.« Die Akte war entdeckt worden, weil der Magdeburger das Bundesverdienstkreuz erhalten sollte. Nach Prüfung wurde die Verleihung versagt.

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DER SPIEGEL vom 11.06.2007:

Der SPIEGEL berichtete ...

... in Nr. 19/2007 »Panorama: Stasi - Ex-Spitzel berät Bundesregierung« über den Magdeburger IHK-Chef Klaus Hieckmann:

Hieckmann legte in der vergangenen Woche wegen seiner Stasi-Verstrickung als IM »Stahl« das Präsidentenamt der Industrie- und Handelskammer Magdeburg nieder - womit er auch seinen Beraterstatus verliert. Nach einem weiteren Stasi-Fall an der Kammer-Spitze trat inzwischen nahezu das gesamte IHK-Präsidium zurück.

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