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Briefe

Extreme Schwankungen
aus DER SPIEGEL 36/2007

Extreme Schwankungen

Nr. 34/2007, Bundeswehr: Das Ende der Wehrpflicht rückt näher

Sosehr ich für die Auslandseinsätze bin - mit Ausnahme von dem im Kongo -, Wehrpflichtige sollten dabei nicht eingesetzt werden. Auch wenn sie sich freiwillig länger verpflichten und sich für solche Einsätze melden. Die Fürsorgepflicht gegenüber einem Wehrpflichtigen stufe ich höher ein als die einem Freiwilligen gegenüber. Wäre die »freiwillige Wehrpflicht« à la SPD wirklich der Einstieg in den Ausstieg dieses Zwangsdienstes, könnte man dies begrüßen. Weltweite Bundeswehreinsätze und Wehrpflicht passen nicht zusammen. Deshalb gehört sie abgeschafft - oder zumindest ausgesetzt.

HEILIGENHAUS (NRDRH.-WESTF.) PETER BERGER

OBERSTLEUTNANT A. D.

Was die SPD hier fordert, ist nicht weniger als die endgültige Beseitigung jeglicher Wehrgerechtigkeit. Indem die Verpflichtung junger Männer zum Dienst an der Waffe an den Bedarf der Streitkräfte, der nicht durch Freiwillige zu decken ist, gekoppelt wird, schafft man ein System, welches extreme Schwankungen in der Zahl der Heranziehungen zum Wehrdienst billigend in Kauf nimmt, ja sogar fest einplant. Die Bundeswehr muss sich also nicht einmal bemühen, mehr Freiwillige zu gewinnen, denn bei mangelndem Erfolg kann ja weiterhin munter eingezogen werden!

RIMBACH (BAYERN) SEBASTIAN SKUPIN

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