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Fahnenflucht

aus DER SPIEGEL 39/1968

Eine chemische Reinigung hilft Zürichs Flughafen-Verwaltern aus einer politischen Patsche, die ein politischer Diebstahl verursachte: Eine Nacht nach der sowjetischen Intervention in der CSSR stahlen Unbekannte aus der Abflughalle die Fahnen der Sowjet-Union, Polens, Ungarns und Bulgariens; statt der Hammer- und-Sichel-Flagge hängten sie ein schwarzes Banner mit Totenkopf auf. Die Flughafen-Verwalter entfernten lediglich die Piraten-Flagge, ersetzten jedoch die entwendeten Fahnen nicht. Folge: Die sowjetische Aeroflot protestierte bei der Zürcher Kantons-Regierung, die daraufhin den· Flughafen anwies, alle Länder gleich zu behandeln, deren Gesellschaften Zürich anfliegen. Die Flughafen-Verwaltung gab die noch in der Halle hängenden 34 Flaggen in die Reinigung.

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