Vor dem Machtwechsel FBI überprüft 25.000 Soldaten, die Bidens Amtseinführung sichern sollen
Nationalgardisten in Washington: 25.000 Einsatzkräfte der Nationalgarde sollen Joe Bidens Vereidigung am Mittwoch sichern
Foto: Ken Cedeno / imago images/UPI PhotoKurz vor der Amtseinführung des designierten US-Präsidenten Joe Biden haben die amerikanischen Sicherheitsbehörden die Sicherheitsvorkehrungen für die Zeremonie verschärft. Nun werden auch die Nationalgardisten, die die Prozedur absichern sollen, auf extremistische Verbindungen überprüft. Das berichtet die »Washington Post «. 25.000 von ihnen werden bis Mittwoch in Washington erwartet.
Nach dem gewaltsamen Sturm auf das Kapitol am 6. Januar wurden Hinweise auf Verbindungen einiger Randalierer zum US-Militär offenbar. Wie die »Washington Post « berichtete, hatten 21 der Teilnehmer an der Aktion einen militärischen Hintergrund. Von den 72 in dem Zusammenhang festgenommenen Menschen hatten demnach 11 eine Militärvergangenheit.
Der zivile Leiter des US-Heers, Ryan McCarthy, bestätigte gegenüber der Nachrichtenagentur AP, das Militär sei sich der potenziellen Gefahr bewusst. Jeder der Beteiligten werde gründlich überprüft. Das FBI führe ein Screening durch, in dem alle Namen der Nationalgardisten mit Einträgen in verschiedenen Datenbanken abgeglichen würden. Konkrete Drohungen habe es in den eigenen Reihen allerdings bislang nicht gegeben.
Biden-Team hält an Zeremonie fest
Normalerweise werden die Amtseinführungen der US-Präsidenten von Massen an Zuschauern begleitet, die aus allen Teilen des Landes in die Hauptstadt kommen. Dieses Jahr gleicht das Zentrum Washingtons indes einer Festung: Metallzäune, Beton-Barrikaden und Kontrollpunkte der Polizei wurden errichtet, um das Kapitol, das Weiße Haus und andere Bundesgebäude zu schützen.
Die Sorge um eine Nachfolgeaktion auf die Ausschreitungen am 6. Januar ist groß. Dennoch hält das Team des künftigen US-Präsidenten Biden an der Vereidigung vor dem Kapitol fest, wie eine Sprecherin am Sonntag dem Sender ABC News mitteilte. Dies sei nach den Ereignissen der vergangenen Wochen ein »unglaublich wichtiges« Bild der Widerstandsfähigkeit der amerikanischen Demokratie.