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Feindbild Hunger

aus DER SPIEGEL 31/1992

Die Außen- und Sicherheitspolitiker der SPD-Fraktion fordern von der Bundesregierung den Aufbau eines neuen Katastrophenhilfswerks. Die Einrichtung solle im Rahmen einer »fortschrittlichen Weltinnenpolitik« bei humanitären Hilfeleistungen und bei der Bekämpfung von Umweltschäden eingesetzt werden. Der SPD-Abgeordnete Hans Wallow hat im Auftrag seiner Fraktion ein entsprechendes Konzept ausgearbeitet. Der vom vereinten Deutschland erwartete größere Beitrag zur Stabilisierung der Weltordnung könne durch die Übernahme nichtmilitärischer globaler Aufgaben geleistet werden, meint Wallow: »Unsere Feindbilder sind Hungersnöte, Überschwemmungen, Tankerunfälle und Flüchtlingsströme.« Das Friedenskorps a la SPD soll aus einer kleinen Zentrale mit Katastrophen-Logistikern und einer »im Ernstfall einberufbaren Reserve von 2000 bis 5000 bedarfsgerecht ausgebildeten Berufstätigen« bestehen, etwa Ärzten, Technikern und Dolmetschern.

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