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Fernando Arrabal

aus DER SPIEGEL 46/1989

Fernando Arrabal, 57 (Foto), spanischer Theater-Exzentriker, macht für sein notorisch schlechtes Benehmen neuerdings andere verantwortlich. In einer Talkshow des spanischen Fernsehens hatte der offensichtlich stark angeheiterte Poet randaliert und war für den Rest der Sendung ausgeblendet worden. Hernach behauptete der Meister des surrealen Theaters, er sei mitnichten betrunken gewesen. Vielmehr habe er vor der Gesprächsrunde ein Abendessen bei dem spanischen Ministerpräsidenten Felipe Gonzalez und seiner Frau Carmen eingenommen. Die beiden hätten ihm geraten, »im miesen spanischen Fernsehen mal Putz zu machen«. Skeptikern, denen die angebliche Ministerpräsidenten-Empfehlung absurd erschien, belehrte Arrabal: »Ich habe das Recht, Ihnen die Wahrheit zu sagen. Ein Poet hat es, ein Politiker nicht.«

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