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FERNSEHEN 13. bis 19. Juni

aus DER SPIEGEL 24/1994

Er ist der arme Ehemann einer reichen Hotelbesitzerin in den Bergen. Er geht fremd, aber nur, um beim lyrischen Seitensprung stundenlang seine Gedichte vorzulesen. Sein poetischer Drang ist nicht zu bremsen, und die prosaische Gattin will's nicht hören. Gerhard Polt, der sich in seinem Film diese schöne Seele auf den klobigen Leib geschrieben hat, wird daher auch von der beißzangigen Gattin (Christiane Hörbiger) fristlos gefeuert, endet in München, kellnert in einer urigen Gastwirtschaft und darf seine Gedichte im Fernsehen aufsagen. So bieder, wie sich das anhört, sieht es auch aus: ein bissel weißblaue Gemütlichkeit mit einem Schuß Kritik an der Kulturschickeria, immer haarscharf am Ziel vorbei.

20.15 - 22.05 Uhr Premiere

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