Zur Ausgabe
Artikel 94 / 115

*FERNSEHEN

aus DER SPIEGEL 31/1994

Bildschirmkonsum: Die Schlacht um das interaktive Fernsehen beginnt. Von Oktober an will der Medienriese Bertelsmann, zu 37,5 Prozent am Pay-TV-Sender Premiere beteiligt, in einem Feldversuch in der norddeutschen Stadt Quickborn Erkenntnisse über den Zukunftsmarkt gewinnen. Die für den Test ausgewählten Quickborner Haushalte werden ausprobieren, wie gut sich Einkäufe, Reisebuchungen und Datenbank-Recherchen per Bildschirm erledigen lassen. Von Mitte nächsten Jahres an wollen auch der Gerätebauer Grundig, eine Philips-Tochter, und das Versandhaus Quelle 5000 Haushalten im Großraum Nürnberg interaktive Dienste anbieten.

Überdosis Glück: Das Fernsehen hat die Jung-Senioren als Zielgruppe entdeckt. Vor kurzem kündigte bereits der Sender Sun-TV ein Programm für ältere Zuschauer an. Nun will ab Oktober auch Kabel 2 Zuschauer zwischen 40 und 59 mit ruhigen Stoffen, etwa Dokumentationen, bedienen. »24 Stunden lang Glück und Harmonie« verspricht der neue Abspielkanal der Leo-Kirch-Gruppe. Gleichzeitig mutiert Kirchs Kabelkanal zu Kabel 1 und mietet zusätzlich eine Frequenz auf dem Astra-Satelliten an.

Zur Ausgabe
Artikel 94 / 115
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.