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FERNSEHEN Dienstag, 17. 5.

aus DER SPIEGEL 20/1988

21.00 Uhr. ARD. Report

Aus München: Südafrika - Streit um Sanktionen; Müllnotstand; Bedingt abwehrbereit: Reservisten in der Bundeswehr; Biokost.

21.10 Uhr. Sat 1. Hundstage

Sydney Lumets Film (USA, 1975) entwirft ohne satirische Überzeichnung ein Soziogramm der New Yorker: alle ethnisch in unverwechselbare Eigenarten getrennt und alle durch die verschmutzten Straßen, den brodelnden Lärm, die verkommenen Wohnlöcher vereint. Die Handlung: Drei Männer überfallen eine Bank, erbeuten läppische 1100 Dollar und werden durch den Zwang der Ereignisse zu Geiselnehmern. Die Geiseln beginnen, von FBI-Scharfschützen umstellt, sich mit den Gangstern zu solidarisieren.

22.40 Uhr. ZDF. Mama I'm crying

Zwei Frauen, die weiße Betty Wolpert und die schwarze Joyce Seroke, sind im selben südafrikanischen Dorf geboren. Erst mit 60 Jahren lernten sie sich kennen. Ihr Film, eine Reise in die Vergangenheit und ein Porträt der gegenwärtigen Unterdrückung der Schwarzen, ist trotz allem ein Plädoyer für den Dialog zwischen den Rassen.

23.00 Uhr. ARD. Kulturwelt

Carola Wedel berichtet über die Situation bildender Künstlerinnen in der Bundesrepublik.

23.20 Uhr. Bayern III. Raffl

Die »Zeit« nannte dieses Kinostück von Christian Berger (Österreich, 1983) einen »Heimatfilm der neuen Art: lakonisch, kritisch, unsentimental«. Unter weitgehendem Verzicht auf illustrierende Musik und Dialoge zeigt Berger mit langen Einstellungen auf karge Alpenlandschaften die Geschichte des verschuldeten Kleinbauern Franz Raffl (gespielt von dem Laien Lois Weinberger), der im Winter 1810 den Franzosen das Versteck des Tiroler Freiheitshelden Andreas Hofer verriet. Der Film erhielt den Max-Ophüls-Preis der Stadt Saarbrücken.

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