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FERNSEHEN Montag, 13. 4.

aus DER SPIEGEL 16/1987

19.30 Uhr. ZDF. Wer ist dran?

In Hartmut Griesmayrs Fernsehspiel geht es um das Sterben eines pensionierten Studienrats (Heinz Reincke). Dessen Frau (Rosemarie Fendel) wird die Pflege des Alten zuviel. Das düstere Spektakel zur besten Sendezeit rechtfertigt Autorin Barbara Enders als Bußübung der Mainzelmänner in der Karwoche für die fade Familienseife, mit der das ZDF sonst seine Kunden einreibt.

20.15 Uhr. Südwest III. Abenteuer Wissenschaft

14tägig kommt von jetzt an das neue Magazin. Themen: Rhein-Gau in der Nordsee, Grün-Gene fürs Auge, Tschernobyl.

21.15 Uhr. ZDF. WISO

Themen: Konjunktur 87; Lehrlingsmangel in der Bauwirtschaft; Preissenkungen bei IBM.

23.00 Uhr. ARD. Dr. Faustus

Der mannomane Regisseur Franz Seitz wagte sich an das schwierige Teufelsepos von deutscher Schuld, das der Dichter selbst für mißraten hielt, und scheiterte: ein Konglomerat zusammenhangloser Bild-Zitate (Szenenphoto), Goebbels im Sportpalast hie, Stalingrad im Zwölftonsound dort. Zu allem Überfluß wienert Andre Heller auf Teufel komm raus so penetrant den Dämon, daß der Geist der Schmiere durch die Szene streicht.

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