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FERNSEHEN Montag, 25. 1.

aus DER SPIEGEL 4/1988

19.30 Uhr. ZDF. Die Bombe

Wohl selten hat ein Fernsehstück wie dieses von Christian Görlitz nach einem Roman des Schweden Lars Molin einen so schaurigen Realitätsbezug. Denn wie mögliche Folgen aus dem Hanau-Skandal sieht sich heute das Grusical an. Ein Experte aus einem Atomkraftwerk (Michael Degen) hat sich Plutonium beschafft und droht, Hamburg zu vernichten. Bis auf den Eingriff, daß am Ende des Films die Atombombenexplosion herausgeschnitten wurde, konnten die Macher alle Zensurwünsche der ZDF-Programmgewaltigen abwehren.

21.15 Uhr. ARD. Britische Nachbarn

Luc Jochimsen berichtet über die nordirische Betonsiedlung Divis, im Herzen von Belfast, die heute halb verfallen ist.

21.15 Uhr. ZDF. WISO

Themen: Blüms Krankenhausreform; der Lufthansa-Borddienst; die günstigsten Autoversicherungen; deutsche Unternehmen auf den Philippinen.

22.00 Uhr. Nord III. Das Ende einer Odyssee

Die Galacticatriödologie der US-Regisseure Sidney Hayers, Sigmund Neufeld jr. und Barry Crane (Szenenphoto) verglüht heute zum Glück. Im letzten Teil entdeckte das »Film-Echo« so etwas wie frische Luft: »Nach der Landung auf der Erde kommt Bewegung ins vorher zähflüssige Spiel, sogar ironisches Augenzwinkern auf das Genre (und die ersten beiden Teile) ist erkennbar.«

23.00 Uhr. ARD. Abschiedsblicke

US-Spielfilm (1985, Regie: Bill Sherwood) über die Trennung eines schwulen Liebespaares. Robert (John Bolger) zieht es nach Afrika, angeblich aus beruflichen Gründen, in Wahrheit, weil er aus der sechsjährigen Beziehung mit seinem Freund Michael (Richard Ganoung) ausbrechen will. Auf der Abschiedsparty in Soho ist Robert begehrtes Liebesobjekt. Nur Steve Buscemi, der einen Aidskranken spielt, ragt aus der unverbindlichen Glätte der Selbstdarstellungen in diesem Schwulenfilm heraus.

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