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Flick-Affäre: Sieben Angeklagte

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aus DER SPIEGEL 41/1983

Nach dem jüngsten Ermittlungsstand zeichnet sind im Flick-Verfahren eine Überraschung ab. Die Bonner Staatsanwaltschaft will nicht nur gegen den früheren Flick-Gesellschafter Eberhard von Brauchitsch, Ex-Minister Hans Friderichs (FDP) und Wirtschaftsminister Lambsdorff (FDP) Anklage wegen Vorteilsgewährung oder Vorteilsannahme erheben, sondern auch gegen vier weitere Beschuldigte. Bei der Kölner Generalstaatsanwaltschaft wurde der Entwurf einer Abschlußverfügung gebilligt, nach der die ehemaligen SPD-Finanzminister Matthöfer und Lahnstein ebenfalls mit einem Strafverfahren rechnen müssen. Weiterhin betroffen sind der frühere NRW-Wirtschaftsminister Horst Ludwig Riemer (FDP) und der ehemalige Flick-Manager Manfred Nemitz.

Die beschuldigten Politiker sind in den Kassenbüchern des Buchhalters Rudolf Diehl als Empfänger von Flick-Geld genannt. Lediglich die Verfahren gegen Konzernchef Friedrich Karl Flick, die FDP-Politikerin Liselotte Funcke und den Stuttgarter Wirtschaftsminister Rudolf Eberle (CDU) sollen, so die Verfügung, eingestellt werden. Möglicherweise auch das gegen Nemitz. Anklage wird voraussichtlich Ende Oktober erhoben.

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