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Frank Schwalba-Hoth

aus DER SPIEGEL 27/1984

Frank Schwalba-Hoth, 31, frisch gewählter Europa-Abgeordneter der Grünen, der letzten Sommer weltweit Aufsehen erregte, als er im Hessischen Landtag den US-General Paul S. Williams mit Blut besudelte, bekommt nun selber wegen seiner Karriere als Soldat Probleme mit der Parteibasis. Während seiner Bundeswehrzeit von 1972 bis 1974 war der Fahnenjunker zeitweise Informant des Militärischen Abschirmdienstes. MAD-Mitarbeiter hatten den Mustersoldaten Schwalba-Hoth und einen Kameraden angeheuert und auf eine DKP-orientierte Antimilitaristengruppe in Lüneburg angesetzt, bestätigte der Europaabgeordnete dem SPIEGEL. Er habe dann allerdings wegen des MAD-»Psychoterrors« um vorzeitigen Abschied aus der Bundeswehr nachgesucht. Nach 21 Monaten Dienstzeit war Schwalba-Hoth als Reserveleutnant entlassen worden. Letzte Woche degradierte die Bundeswehr den Blutspritzer zum Kanonier.

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