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Frank-Walter Steinmeier

aus DER SPIEGEL 22/2007

Frank-Walter Steinmeier , 51, Bundesaußenminister, betätigte sich unverhofft als Hilfspilot. Als er mit einer Transall-Maschine der Bundeswehr vergangenen Dienstag in Afghanistan vom deutschen Stützpunkt Kunduz in die Hauptstadt Kabul flog, saß der technikbegeisterte Minister auf der Hinterbank der Pilotenkanzel. Über Funk konnte er mithören, wie die Besatzung des Towers mit dem Management von vier gleichzeitig ankommenden Flugzeugen überfordert war. Die deutschen Piloten beschlossen, die Sache selbst in die Hand zu nehmen - und Steinmeier beteiligte sich als Späher. Minutenlang kreiste die deutsche Propellermaschine über dem Talkessel der Stadt. Der Minister half dabei, den Himmel mit bloßem Auge nach weiteren Flugzeugen abzusuchen, wie er nachher berichtete. Eine Iljuschin, die über Funk technische Probleme meldete, ließen die Deutschen sicherheitshalber vor, bis sie schließlich selbst landeten. Steinmeier staunte nicht schlecht, wie behelfsmäßig die Flugabfertigung auf dem Hauptstadtflughafen funktionierte: »Kein Wunder, dass die nach Einbruch der Dunkelheit den Flugverkehr ganz einstellen.«

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