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Frauen an die Front

aus DER SPIEGEL 6/1976

Als Legionär für ungeeignet hält James Scott, Chef einer kalifornischen Agentur, die Söldner und Spione nach Südamerika, Asien und Afrika vermietet, den normalen amerikanischen Soldaten. »Wenn man den durchschnittlichen US-GI rausschickt«, sagte der einstige Angehörige der Elitetruppe »Green Berets« in einem Interview, »kommen von zehn vielleicht zwei zurück. Bei einem professionellen Söldner-Kader ist die Rückkehr-Rate mindestens 8:10.« Scott-Kompagnon G. J. Tartaglio ergänzte das makabre Urteil über US-Soldaten: »Drei unserer Leute wurden von ihren afrikanischen Auftraggebern umgebracht, weil sie nicht reif genug waren zu erkennen, daß Plünderungen und Vergewaltigungen gegen den Ehrenkodex verstoßen.« Dagegen wartete Scott mit der überraschenden Mitteilung auf, daß 40 Prozent der von seiner Firma angeworbenen Söldner Frauen seien. Der Vermieter über seine weiblichen Leih-Soldaten: »Sie eignen sich besonders gut für Geheimdienstarbeit, und wir haben sie als Piloten und Sprengexperten eingesetzt.«

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