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Friedhelm Farthmann

aus DER SPIEGEL 34/1989

Friedhelm Farthmann, 58, SPD-Fraktionsvorsitzender im Düsseldorfer Landtag, wurde vom Landessprecher der Republikaner in Baden-Württemberg, Rolf Schlierer, 34, an gemeinsame Bande erinnert. Weil sich der Sozi für die Überwachung der Republikaner durch den Verfassungsschutz ausgesprochen hatte, schrieb ihm der Rechtsradikale, daß »Sie - wie auch ich - als Alter Herr einer Burschenschaft angehören«. Für einen »jeden Burschenschaftler«, folgerte der Briefeschreiber, müsse es »selbstverständlich sein, sich in der heutigen Situation gegen jede Form staatlicher Einschüchterung oder Observanz einer verfassungskonformen Partei wie die Republikaner einzusetzen«. Zwar will Farthmann der Empfehlung nicht folgen und auch den Brief nicht beantworten. Doch mußte der Sozialdemokrat zugeben, daß sein Eintritt in die »Burschenschaft Königsberger Gothia zu Göttingen« nicht einfach ein jugendlicher Fehltritt war. Er habe »seit 30 Jahren keine einzige Veranstaltung der Burschenschaft besucht«, wiegelt der Sozi ab, dennoch zahle er, räumt Farthmann ein, jährlich seinen Mitgliedsbeitrag an die Vereinskasse der Alten Herren der Königsberger.

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