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ÄRZTE Fürstliche Bezüge

Von Uta Petersen
aus DER SPIEGEL 43/1997

Mit schweren Vorwürfen fordert der niedersächsische Hartmannbund-Vorsitzende Kuno Winn, 52, den seit acht Jahren amtierenden Bundesvorsitzenden Hans-Jürgen Thomas, 58, heraus. Auf der Hauptversammlung des deutschen Ärzteverbandes am kommenden Wochenende in Baden-Baden soll zur Sprache kommen, warum sich Thomas vom geschäftsführenden Vorstand schon vorab 500 000 Mark Übergangsgelder nach einem Ausscheiden aus dem Amt zusichern ließ. In einem breitgestreuten Brief Winns an den Vorsitzenden heißt es, erst der Gesamtvorstand des Hartmannbundes (HB), in dem auch die Chefs der 17 Landesverbände sitzen, habe die Pläne »für Ihre eigene ,Altersversorgung' (im Falle Ihres Todes sogar an Ihre Gattin weiterzuzahlen)« stoppen können. Sollte er an die Spitze gewählt werden, will Winn die fürstlichen Aufwandsentschädigungen für die ehrenamtlichen HB-Vorständler um zehn Prozent kürzen. Allerdings hatte Winn 1989 die drastisch erhöhten Bezüge selbst mit beschlossen. Allein für den damals frisch gewählten Thomas war das Monatssalär von 6500 auf 10 000 Mark hochgeschnellt.

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