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BREMEN Fußball-Boss unter Verdacht

aus DER SPIEGEL 4/2004

Werder Bremens Aufsichtsratsvorsitzender Franz Böhmert ist ins Visier der Staatsanwaltschaft geraten. Dem langjährigen Chef des Bundesligisten, der auch dem Vorstand des Deutschen Fußball-Bundes angehört, wird vorgeworfen, als Direktor des Bremer Klinikums »Links der Weser« einem Unternehmen den Auftrag zur Erweiterung der Kinderklinik zugeschanzt zu haben. Als Gegenleistung erhielt die Klinik nach den Erkenntnissen der Fahnder Spenden. Die Ermittler waren auf den Vorgang bei einem Korruptionsverfahren gegen den Bremer Bauunternehmer Kurt Zech gestoßen (SPIEGEL 22/2002). In diesem Zusammenhang wird auch gegen Werder-Vorstand Klaus-Dieter Fischer ermittelt, weil er für Eigentumswohnungen, die er von Zech gekauft hatte, Fördergelder kassiert und dabei falsche Angaben gemacht haben soll. Die Staatsanwaltschaft will offenbar einen Strafbefehl gegen den Funktionär beantragen. Böhmert bestreitet den Vorwurf, Fischer war nicht zu erreichen. Ein Verdacht gegen den Bremer Bildungssenator und stellvertretenden Aufsichtsratschef Willi Lemke hat sich nicht bestätigt. Zech hatte die Eigentumswohnung von Lemkes Ehefrau renoviert.

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