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Atommüll Gefährliche Fähre

aus DER SPIEGEL 42/1994

Die Grünen im bayerischen Landtag wollen die Regierung ihres Freistaats diese Woche in einem Dringlichkeitsantrag auffordern, Atommülltransporte vom schwäbischen Kernkraftwerk Gundremmingen zur britischen Wiederaufarbeitungsanlage in Sellafield »sofort zu unterbinden«. Begründung: Es sei »kaum zu fassen«, daß für die Nukleartransporte zur Überquerung des Ärmelkanals nach wie vor eine gewöhnliche Roll-on-Roll-off-Fähre eingesetzt werde.

Der Appell richtet sich auch an die Landesregierungen in Kiel und Hannover: Abgebrannte plutoniumhaltige Brennstäbe werden, verpackt in Spezial-Containern, seit dem vergangenen Jahr auch von den Kernkraftwerken Brokdorf und Unterweser nach Sellafield geschafft. Die Kanal-Passage von Dünkirchen nach Dover besorgt in allen Fällen die französische RoRo-Fähre »Nord Pas-de-Calais«. Atomtransportgegner der Umweltschutzorganisation Greenpeace aus Hamburg haben die Verschiffung wiederholt gefilmt - nach eigenen Angaben auch schon mal, wie die Fähre mit offener Heccklappe ausgelaufen sei.

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