Zur Ausgabe
Artikel 19 / 110
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel

OPERATIONEN Gefährlicher Roboter

aus DER SPIEGEL 18/2004

Der Einsatz von Robotern in deutschen Operationssälen hat einen schweren Rückschlag erlitten. In einem »Grundsatzgutachten« über Fräsverfahren bei Hüftoperationen kommt der Medizinische Dienst der Krankenkassen zu einem ernüchternden Ergebnis. Die Methode habe »weiterhin den Charakter eines experimentellen Verfahrens«. Eine Überlegenheit gegenüber »der handgefrästen Implantation« von künstlichen Hüften sei nicht bewiesen. »Tendenziell« sei »eine Häufung von operationsspezifischen Komplikationen« nachweisbar. Erstmals hatte der SPIEGEL im Januar 2003 über die hohe Fehlerrate des OP-Computers »Robodoc« berichtet. Der Freiburger Anwalt Jochen Grund, der mehrere hundert Geschädigte vertritt, geht davon aus, dass bis zu 20 Prozent der Operierten zum Teil schwere Muskel- und Nervenschäden davongetragen haben.

Zur Ausgabe
Artikel 19 / 110
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.