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Gegendarstellung

aus DER SPIEGEL 3/1989

In der Ausgabe DER SPIEGEL Nr. 1/1989, Seite 64 ff., berichten Sie unter der Überschrift »MANAGER - Untrennbar verbunden« über mich und meine Tätigkeit als ehemaliger stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung der Messerschmitt-Bölkow-Blohm GmbH.

Sie behaupten, ich hätte mich gegen die geplante Beteiligung der Daimler-Benz AG an MBB quergelegt und vor Kollegen geklagt, damit werde »mein Lebenswerk zerstört«. Diese Behauptung ist unrichtig. Richtig ist, daß ich mich weder quergelegt noch die erwähnte Äußerung getan habe.

Sie behaupten ferner, ich sei der Erfinder einer Lösung, nach der statt Daimler ein »weiß-blaues Konsortium«, bestehend aus Karl Diehl, Burkhart Grob, der Fichtel & Sachs AG und der M.A.N., bei MBB einsteigen solle. Auch diese Behauptung ist unrichtig. Richtig ist, daß mir eine solche Lösung nicht bekannt ist; ich kann deshalb auch nicht deren Erfinder sein.

Sie berichten, es empfehle sich in Gegenwart des Allgegenwärtigen, womit ich gemeint bin, die Zunge im Zaum zu halten; ein Anruf - von mir - hätte einen Assistenten von MBB-Chef Vogels wegen einer unbedachten Äußerung über den damaligen Ministerpräsidenten Strauß umgehend den Job gekostet. Auch das ist unrichtig. Richtig ist, daß mir der berichtete Vorgang unbekannt ist und daß ich ein Telefongespräch wegen eines Assistenten von MBB-Chef Vogels nicht geführt habe.

Sie behaupten weiter, ich hätte meinem Vorstandskollegen Roland Mecklinger angetragen, gemeinsam MBB-Chef Vogels zu kippen. Das ist unrichtig. Ich habe niemandem angetragen, gemeinsam MBB-Chef Vogels zu kippen.

München, den 12. Januar 1989

Sepp Hort

Der SPIEGEL bleibt bei seiner Darstellung. - Red.

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