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Gegendarstellung

aus DER SPIEGEL 28/1984

Gegendarstellung: In »DER SPIEGEL«, Ausgabe Nr. 20/1984, ist auf Seite 137/138 ein Beitrag unter der Überschrift »Nicht akademisch« enthalten, der unrichtige Behauptungen enthält, die ich persönlich sowie die Konrad-Adenauer-Stiftung e.V., vertreten durch mich, wie folgt richtigstellen. 1. Unwahr ist, Ronald Reagan sei noch nicht hundert Tage im Amt gewesen, da hätte ich, dem Kalifornier bis dahin unbekannt, Einlaß vor dem Tor des Weißen Hauses begehrt. An jenem sonnigen Morgen sei ich von den Sicherheitsbeamten Reagans abgewiesen worden. Wahr ist, daß ich »dem Kalifornier« bis dahin nicht unbekannt war. Meine Bekanntschaft mit dem amerikanischen Präsidenten geht zurück in das Jahr 1978. In diesem Jahr war Ronald Reagan mein Gast bei einem Essen in Bonn. An jenem »sonnigen Morgen« bin ich auch nicht von Sicherheitsbeamten Reagans abgewiesen worden; es war seinerzeit überhaupt kein Besuch beim amerikanischen Präsidenten vorgesehen. Arrangiert war lediglich ein Gespräch mit Richard Allen. Dieses Gespräch fand statt.

2. Zu der Behauptung, nach dem Militärputsch in Chile im Jahre 1973 hätte ich über die in Stadien untergebrachten Häftlinge geäußert, ihnen ginge es »bei sonnigem Frühlingswetter recht angenehm« ist zu ergänzen, daß ich am 17.10.1973 vor der Presse erklärt habe,

- daß die Unterbringung der Häftlinge auf dem blanken Zementboden ausgesprochen schlecht sei,

- daß die Häftlinge sich im Gegensatz zu den vorangegangenen Wochen den ganzen Tag über im Freien bewegen könnten und daß dies bei sonnigem Wetter für die Inhaftierten sicher angenehm sei,

- daß aber das Leben der Häftlinge bei Regen und Kälte unerträglich und scheußlich sei.

3. Unrichtig ist die Behauptung, im Jahre 1972 sei es in Peru »den CDU-Entwicklungshelfern gelungen ..., mit ihrer Politik die christliche Gewerkschaft zu spalten«. Richtig ist, daß an der Spaltung der christlichen Gewerkschaft Perus im Jahre 1972 keine Auslandsmitarbeiter der Konrad-Adenauer-Stiftung beteiligt waren.

4. Unwahr ist, im Sitz der christdemokratischen Stiftung in St. Augustin gelte als gesichert, »daß im selben Jahr über das Bildungsinstitut der christlich-demokratischen Parteien Mittelamerikas 932 760 Mark deutscher Steuergelder in den Wahlkampffonds des christdemokratischen Präsidentschaftskandidaten El Salvadors flossen«. Richtig ist, daß die Konrad-Adenauer-Stiftung sich sicher ist, daß im Jahre 1972 keine deutschen Steuergelder über das Bildungsinstitut der christlich-demokratischen Parteien Mittelamerikas in den Wahlkampffonds des christdemokratischen Präsidentschaftskandidaten El Salvadors geflossen sind.

5. Unwahr ist die Behauptung, der örtliche Vertreter der Konrad-Adenauer-Stiftung in Costa Rica habe den Guerrilleros ein Wahlkampfplakat - CDU-Plakat - geschenkt. Richtig ist, daß der Auslandsmitarbeiter der Konrad-Adenauer-Stiftung in Costa Rica den Guerrilleros kein Wahlkampfplakat der CDU geschenkt hat.

Dr. Bruno Heck Bundesminister a.D.

zu den Punkten 1. und 2. der Gegendarstellung Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. vertreten durch den alleinvertretungsberechtigten Vorsitzenden des Vorstandes

Dr. Bruno Heck Bundesminister a.D.

zu den Punkten 3. bis 5. der Gegendarstellung

St. Augustin, den 30. Mai 1984

Zum Abdruck dieser Gegendarstellung ist der SPIEGEL-Verlag, unabhängig von deren Richtigkeit, verpflichtet, nachdem die formellen Voraussetzungen des Hamburgischen Pressegesetzes erfüllt sind. Der SPIEGEL bleibt bei seiner Darstellung. Red.

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