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Gegendarstellung

aus DER SPIEGEL 34/1984

Gegendarstellung: In der SPIEGEL-Ausgabe vom 9. 7. 1984 werden unter der Rubrik Flughäfen in dem Beitrag »Drastisch runter« (Seiten 60 und 62) Behauptungen aufgestellt, die nicht den Tatsachen entsprechen. 1. Auf Seite 60, 2. Spalte, wird unter Bezugnahme auf die Planung der Startbahn West behauptet: »Um recht zu behalten, manipuliert die Flughafenverwaltung internationale Sicherheitsstandards.« Diese Behauptung ist falsch. Richtig ist: Eine Manipulation von internationalen Sicherheitsstandards durch die Flughafenverwaltung bei der Durchführung des Flugplatzverkehrs findet nicht statt, die Bewegungslenkung der Luftfahrzeuge auf den Rollflächen, also auch der Startbahn West, obliegt nach dem Gesetz ausschließlich der Bundesanstalt für Flugsicherung, nicht der Flughafenverwaltung.

2. Auf Seite 62, 1. Spalte, wird behauptet: »Bei Ostwindlage, in Hessen meistens Nordwind, kreuzen die gegen den Wind, aus Westen, anfliegenden Maschinen die neue Piste 'in Bierflaschenhöhe' (ein Lotse).« Diese Behauptung ist falsch. Richtig ist: Bei Ostwindlage fliegen aus Westen anfliegende Maschinen mit einem Gleitwinkel von 3 den ca. 1000 m von der Startbahn West entfernt liegenden Aufsetzpunkt auf einer der Parallelbahnen an, dies ergibt eine Überflughöhe im Bereich der Startbahn West von ca. 50 m.

3. Auf Seite 62, 2. Spalte, wird unter Bezugnahme auf den Flugplan-Koordinator behauptet: »Bei häufigem Ostwind, gesteht Claus Ulrich, einer seiner Mitarbeiter, 'wird die Kapazität drastisch runtergehen' - genauer: auf den Stand vor dem Bau der Startbahn.« Die Behauptung nach dem Doppelpunkt im Zitat ist falsch. Richtig ist: Häufiger Ostwind führt nicht zu einem Rückgang der Kapazität auf den Stand vor dem Bau der Startbahn.

4. Auf Seite 62, 3. Spalte, wird behauptet: »Um trotz allem die Startbahn West so häufig wie möglich benutzen zu können, sind auf dem Frankfurter Flughafen auch internationale Sicherheitsstandards nicht mehr tabu. Während nach weltweit gültigen Maßstäben die Rückenwind-Obergrenze für Starts bei fünf Knoten (9,3 Stundenkilometer) liegt, soll in Frankfurt zukünftig auf der Startbahn West auch noch bei zehn Knoten Schiebewind gestartet werden können.« Diese Behauptung ist falsch. Richtig ist: Es besteht nach internationalen Sicherheitsstandards keine Rückenwind-Obergrenze für Starts bei fünf Knoten.

5. Auf Seite 62, 3. Spalte, wird weiter behauptet: »Ebenso fragwürdig mutet eine Startbahn-Verkürzung an, die von der Flughafengesellschaft stillschweigend vorgenommen worden ist. Um dem anfliegenden Querverkehr auszuweichen, wurde bei Ostwind der Anrollpunkt für startende Jets auf der Startbahn West nach Süden verlegt, die Betonpiste von 4000 Meter Länge auf 3200 Meter verkürzt. 800 Meter des 60 Meter breiten Betonbandes sind damit überflüssig geworden.« Diese Behauptung ist falsch. Richtig ist: Eine Startbahnverkürzung von 4000 auf 3200 Meter wurde nicht vorgenommen. Soweit Flugzeugtypen die volle Anlaufstrecke einschließlich Sicherheitsstrecke von insgesamt 4000 m benötigen, steht die gesamte Länge der Startbahn West zur Verfügung.

Frankfurt am Main, den 3. August 1984 Flughafen Frankfurt/Main AG

Beck ppa. Schölch

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